20.05.2026

Feldtag für Nachwachsende Rohstoffe

Besucher und Vortragende Feldtag NawaRo Trossin 2026
Besucher und Vortragende Feldtag Nachwachsende Rohstoffe in Trossin 2026 
© S. Richter, LfULG

Forschung und Praxis diskutierten über alternative Kulturen, wie Sorghum und Miscanthus sowie deren Potenziale auf dem trockenen und sandigen Standort Trossin

Nachwachsende Rohstoffe sind in Zeiten des Klimawandels aktueller denn je. Alternative Kulturen tragen zur Diversifizierung der Ackerflächen bei. Gerade auf trockenen und sandigen Böden können die Kulturen eine vielversprechende Anbauoption für Landwirte bieten.

Am LfULG werden deshalb seit mehr als 15 Jahren Versuche durchgeführt, um unter anderem Erträge auf den sandigen Böden in Trossin abzuschätzen. Vorträge über Sorghum von Dr. Kerstin Jäkel (LfULG) und Nutzhanf von Yvonne Wetzig (LfULG) zeigten die Ergebnisse der Anbauversuche und mögliche Nutzungswege für die Kulturen. Auch die Wirtschaftlichkeit von mehrjährigen Pflanzenarten wurde ausführlich diskutiert. Annette Schaerff (LfULG) wertete die Kulturen der langjährigen Versuche ökonomisch aus und stellte wirtschaftlich rentable Kulturen mit hohem Ertragspotential heraus. Zu den wirtschaftlichen Kulturen gehören u.a. Miscanthus und Futterhirse. Die Vorstellung von Düngemittelversuchen zur Kaliumdüngung von Frank Hertwig (K+S) rundeten das Vormittagsprogramm ab und vermittelte Impulse zu Möglichkeiten der Düngung verschiedener Fruchtarten.

Auf dem Versuchsfeld wurden einjährige und mehrjährige Kulturen, unter anderem die Durchwachsene Silphie, Riesenweizengras oder Sida, vorgestellt und konnten ausführlich diskutiert werden. Ergänzend präsentierte Lars Wagner (Deutscher Wetterdienst) die Ergebnisse zum Bodenfeuchtegehalt unter verschiedenen Kulturarten und zeigte den Einfluss unterschiedlicher Düngemittelarten auf den Wasserhaushalt der Böden auf. In einer weiteren Station präsentierte Uwe Kühn (Miscanthus Buscheritz) die unterschiedlichen Wertschöpfungsketten von Miscanthus. Dieser betonte die Möglichkeit des langjährigen Anbaus, weit über die bisher beschriebenen 20 Jahre hinaus. Außerdem beschrieb er die Zukunftsfähigkeit der Kultur, sowohl als Maßnahme zum Erosionsschutz, als auch als Ersatz für fossile Rohstoffe in z.B. der Bauindustrie.

Insgesamt war es eine erfolgreiche Veranstaltung mit Austausch zwischen Forschung und Praxis.  Außerdem wurden Potenziale alternativer Kulturen für trockene Standorte aufgezeigt.

Programm

Vortragsreihe

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 72: Pflanzenbau

Dr. Kerstin Jäkel

Telefon: +49 35242 631-7200

Telefax: +49 35242 631-7099

E-Mail: Kerstin.Jaekel@lfulg.sachsen.de

Webseite: www.lfulg.sachsen.de

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