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Bodenbearbeitung und Zwischenfrüchte vor Zuckerrübe

Hintergrund

Zuckerrübenfeld
© LfULG, Anne Biehl.

Die Winterfurche ist eine etablierte und funktionale Methode der Bodenvorbereitung für den Zuckerrübenanbau, auch im Hinblick auf eine ausreichende Bodenwasserversorgung. Brachliegender Boden birgt aber das Risiko für Bodenerosion und Nährstoffauswaschung über den Winter. Mit dem Einsatz von Zwischenfrüchten und reduzierter Bodenbearbeitung könnte dem entgegengewirkt werden.

Fragestellung

  • Wie beeinflusst der Einsatz von Zwischenfrüchten und die Anwendung verschiedener Bodenbearbeitungsvarianten den Bodenwasserhaushalt sowie den Ertrag und die Qualität von Zuckerrüben an Trockenstandorten?
  • Wie wirken sich die Zwischenfrüchte und die verschiedenen Bodenbearbeitungsansätze auf die Folgekulturen Winterweizen und Wintergerste aus?

Aufbau des Versuchs

Gründüngung
© LfULG, Anne Biehl.

Der Versuch wird an zwei verschiedenen Standorten eines Betriebes durchgeführt. Standort 1 befindet sich in einer ehemaligen Aue. Bei Standort 2 handelt es sich um einen Grenzstandort.  
Die Sortenwahl und Aussaatstärke der Zuckerrübe und der Pflanzenschutz erfolgen betriebsüblich. Die Düngung erfolgt einheitlich bedarfsorientiert nach BESyD.

Versuchstyp: Streifenversuch im bestehenden Bestand

Anlage: Demonstrationsanlage auf vier Schlägen

Geprüfte Bodenbearbeitungsvarianten:

  • Winterfurche im Herbst gepflügt und rückverfestigt, im Frühjahr erneute Bodenbearbeitung mit Pflug vor Ausbringung des Zuckerrübensaatgutes
  • Winterfurche mit Bodenmeißel im Herbst, im Frühjahr Bodenbearbeitung vor Zuckerrübe
  • Betriebsübliche Zwischenfrucht-Mischung (21% Öllein, 55% Phacelia und 24% Alexandrinerklee) nach Pflug-Bearbeitung, im Frühjahr erneute Bodenbearbeitung mit Pflug vor Zuckerrübenaussaat
  • Betriebsübliche Zwischenfrucht-Mischung (21% Öllein, 55% Phacelia und 24% Alexandrinerklee) nach Grubber-Bearbeitung, im Frühjahr erneute Bodenbearbeitung mit Grubber vor Zuckerrübenaussaat
  • Kommerzielle Zwischenfrucht-Mischung (5 % Blaue Bitterlupine, 15 % Öllein, 43 % Ölrettich, 18 % Rauhafer, 19 % Sommerwicke) nach Grubber-Bearbeitung, im Frühjahr Mulchsaat von Zuckerrüben ohne vorherige Bodenbearbeitung

Prüfmerkmale:

  • Bodenfeuchte
  • Biomasseaufwüchse und Nährstoffgehalte in den Zwischenfrüchten
  • Nmin-Gehalte und Grundnährstoffgehalte im Boden
  • Aggregatstabilität
  • Biomasseaufwüchse, Nährstoffgehalte und Chlorophyllkonzentrationen von Zuckerrübe, Winterweizen und Wintergerste

Durchführungszeitraum: September 2024 – Herbst 2026

Versuchsdurchführung: LfULG, DWD

Aktueller Stand und Ergebnisse

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Kompetenzzentrum Nachhaltige Landwirtschaft

Anne Biehl

Telefon: 03425 9999713

E-Mail: anne.biehl@lfulg.sachsen.de

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