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Betriebsstrategien Schafhaltung

Projektlaufzeit: 11/2015 bis 10/2017

Projektziele

Aus einer Vielzahl bestehender Betriebsstrategien in der sächsischen Schafhaltung sollten für die in Sachsen vorhandenen Rahmenbedingungen aufzeigbare Produktionslösungen herausgefiltert werden.

Durch Analyse und Bewertung des Managements in ausgewählten Beispielbetrieben waren für repräsentative Bedingungen die am besten geeigneten Betriebsstrategien herauszuarbeiten und Vorschläge für das strategische Management zu entwickeln. Diese sollen dem Betriebsleiter aus ökonomischer und produktionstechnischer Sicht zeigen, unter welchen Voraussetzungen mit Schafhaltung in Sachsen nachhaltig Gewinn sowie eine ausreichende Faktorentlohnung und Einkommenssicherung erzielt werden kann.

Projektergebnisse

In Zukunft etablieren sich schafhaltende Betriebe dort, wo der Konkurrenzdruck durch anders gelagerte landwirtschaftliche Unternehmen gering ist.

Die eingebundenen Betriebe repräsentieren fast alle Vergleichsgebiete Sachsens und dokumentieren damit, dass in Sachsen unter gegebenen Rahmenbedingungen Schafhaltung möglich ist. Gewählte Betriebsstrategien werden von Marktpreisen und öffentlichen Zahlungen überlagert, deshalb sind keine grundlegenden Aussagen möglich. Die von den Unternehmen gewählten Teilstrategien machten es schwierig, über die bekannten Hauptstrategien wie Landschaftspflege und Mastlammproduktion hinaus eine konkrete Empfehlung für Sachsen zu geben. Zu vielschichtig sind die einzelbetrieblichen Voraussetzungen in Bezug auf Standort und Faktorausstattung. Die Unternehmen bringen aber verschiedene Teilstrategien zum Ansatz, welche auf den jeweiligen Standort angepasst sind und zu einer Verbesserung der Einkommenssituation beitragen.

Folgende Teilstrategien kamen zum Ansatz:

  • Kooperation in der Grundfuttererzeugung
  • Ökologische Bewirtschaftungsweise
  • Ausgliederung der Winterfutterproduktion
  • Geschlossene Kreisläufe über Erzeugung, Vermarktung und »Erlebnislandwirtschaft«
  • Kombination von Schaf und Ziege
  • Hüteschafhaltung auf Landschaftspflegeflächen
  • Koppelschafhaltung im Verbundbetrieb
  • Mastlammproduktion mit Deichpflege
  • Gesamtbetriebliche Kooperation mit gleichgelagerten Schafen haltenden Betrieben
  • Mastlammproduktion in Verbindung mit dem Halten einer Stammzuchtherde

Information im Agrarstatus

 

Die Karte zeigt die Entwicklung der Mutterschafhaltung in den Agrarstrukturgebieten. Seit 2001 gaben viele Betriebe die Mutterschafhaltung auf und der Mutterschafbestand sank. Im Norden stehen die größten Bestände und fast 60% der Mutterschafe.

© LfULG

Grafik: Regionale Entwicklung der Mutterschafhaltung in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

 

Als Säule wird die Entwicklung des Schafbestands insgesamt gezeigt. Er ist seit Jahren rückläufig. Mit Linien wird die Entwicklung in den sächsischen Agrarstrukturgebieten dargestellt. In Nordwest-Sachsen ist die Schafdichte am höchsten.

© LfULG

Grafik: Schafbestand und Schafbesatz in Sachsen (Quelle: Agrarförderung)

 

Es wird die Entwicklung des wirtschaftlichen Ergebnisses von ostdeutschen Schafbetrieben im Vergleich zu der aller ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe gezeigt. Die Schäfer erreichten eine deutlich geringere Wirtschaftlichkeit.

© LfULG

Grafik: Wirtschaftlichkeit von Schafbetrieben (Quelle: Buchführungsergebnisse von Test- und Auflagenbetrieben, eigene Zusammenstellung des LfULG)

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 71: Unternehmensmanagement

Jasmin Baranowsky

Telefon: 034222 46-2299

Telefax: 034222 46-2099

E-Mail: Jasmin.Baranowsky@lfulg.sachsen.de

Informationen zur Schafhaltung

Weitere Informationen im Agrarstatus

Logo Agrarstatus
© LfULG
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