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Unterflurbewässerung im Freilandgemüseanbau

Hintergrund

Wirsing
Wirsing  © LfULG, Dr. Lattauschke.

Die Grundwasserstände und das Niederschlagsvorkommen nehmen in der Region um Leipzig und Nordsachsen zunehmend ab. Prognosen geben ebenfalls an, dass die Niederschläge sich eher in die Wintermonate verlagern werden. Zusätzlich verstärken wärmere Temperaturen und zunehmende Winde die Verdunstung. Die Zunahme von Trockenperioden erfordert in ganz Sachsens Investitionen in die ressourcenschonende Bewässerungsinfrastruktur, um die Anbausicherheit im Freilandgemüsebau zu sichern.

Die Nutzung unterirdischer Tröpfchenbewässerung ist eine Möglichkeit auf Wasserknappheit zu reagieren.  Die Unterflurbewässerung ermöglicht eine präzise Wasserzufuhr direkt an die Wurzeln der Pflanzen. 

Fragestellung

Im Rahmen des Versuches sollen verschiedene Aspekte von Unterflurbewässerung und künstlicher Regenbewässerung im Freilandgemüseanbau verglichen werden:

  • Wieviel effizienter ist die Unterflurbewässerung im Gegensatz zur betriebsüblichen Oberflächenbewässerung?
  • Wie wirkt sich die Unterflurbewässerung im Gegensatz zur Oberflächenbewässerung auf den Ertrag und die Qualität von Freilandgemüse aus? 

Aufbau des Versuchs

Verlegung Unterflurbewässerung
© LfULG, Anne Biehl.

Die einzelnen Versuchsbeete sind jeweils 2,05 m breit (inkl. Fahrspur) und 150 m lang. Um ein gleichmäßiges Wasserregime für eine wissenschaftliche Begleitung zu erzeugen, wurden insgesamt 16 Beete mit der Unterflurbewässerungstechnik ausgestattet. Weitere 16 Beete sind unmittelbar angrenzend. Sie werden zum Vergleich mit der betriebsüblichen oberirdischen Bewässerungstechnik versorgt. 

Pro Beet wurden mit einem Abstand von circa 35 cm jeweils vier Tropfschläuche in einer Tiefe von 35 cm verlegt und werden dort mehrjährig verweilen. Die Bodenbearbeitung findet mit einem Geohobel auf 10 cm Tiefe statt, sodass keine Gefahr besteht, die Tropfschläuche zu beschädigen.

Im Jahr 2026 werden Lauch und Rosenkohl auf den Versuchsflächen angebaut. Im Jahr 2027 werden Weißkohl, Rotkohl, Wirsing und Mais im Rahmen des Versuches betrachtet werden. 

Versuchstyp: Streifenversuch 

Anlage: Demonstrationsanlage auf einem Schlag

Prüfmerkmale:

  • Nmin-Gehalte, Smin-Gehalte, Trockenrohdichte und Grundnährstoffe im Boden
  • Bodenfeuchte in den jeweiligen Beeten
  • Biomasseaufwüchse, Nährstoffgehalte und Durchwurzelungstiefe der Freilandgemüse

Durchführungszeitraum: Oktober 2025 bis September 2027

Versuchsdurchführung: LfULG, KoLa Leipzig eG

 

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Kompetenzzentrum Nachhaltige Landwirtschaft

Anne Biehl

Telefon: 03425 9999713

E-Mail: anne.biehl@lfulg.sachsen.de

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