Vergleich von Winterraps in Einzelkorn- und Drillsaat
Hintergrund
Steigende Temperaturen und zunehmende Trockenphasen stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Gerade unter solchen Bedingungen wird deutlich, wie wichtig robuste und anpassungsfähige Pflanzen für stabile Erträge sind. Die Einzelkornsaat bietet hier einen interessanten Ansatz, da durch die präzisere Ablage des Saatguts potenziell ein kräftigeres und tiefreichendes Wurzelsystem gefördert werden kann. Dies könnte die Wasser- und Nährstoffaufnahme verbessern und damit die Bestände in niederschlagsarmen Jahren unterstützen. Ob sich diese Erwartungen jedoch unter den Bedingungen unseres Standorts tatsächlich widerspiegeln, soll der laufende Feldversuch zeigen.
Fragestellung
Welchen Einfluss hat das Aussaatverfahren auf die Entwicklung, die Wurzelbildung und den Ertrag der Rapspflanzen?
Aufbau des Versuchs
Die Demonstration befindet sich inmitten eines knapp 40 Hektar großen Winterrapsschlages im Landkreis Bautzen nahe Kamenz. Untersucht werden drei Großparzellen mit einer jeweiligen Größe von 3 Hektar.
Versuchstyp: On-Farm-Versuch
Geprüfte Aussaatvarianten:
- betriebsübliche Drillsaat
- Einzelkornsaat mit Aussaatstärke 30 Körner/m²
- Einzelkornsaat mit Aussaatstärke 20 Körner/m²
Prüfmerkmale:
- Nmin und Smin-Gehalte
- Pflanzenbestand zu verschiedenen Vegetationszeitpunkten
- Entnahme von Pflanzenwurzeln zu verschiedenen Vegetationszeitpunkten
- Ernteertrag für jede Variante
Durchführungszeitraum: August 2025 – September 2026
Versuchsdurchführung: LfULG, Agrargenossenschaft Liebenau e.G.
Kontakt
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Kompetenzzentrum Nachhaltige Landwirtschaft
Cindy Wolter
Telefon: 03578 337437
E-Mail: cindy.wolter@lfulg.sachsen.de