Feldtag »Agrardrohnen im Praxiseinsatz«
Trotz Wind und Regen zeigten über 100 Teilnehmende großes Interesse: Bei der Transferwerkstatt in Forchheim stand der Praxiseinsatz von Agrardrohnen für Aussaat und Pflanzenbewertung im Fokus.
Projektlaufzeit: 10/2023 - 12/2027
Der Zwischenfruchtanbau wird in Deutschland und Tschechien als effektive Maßnahme zum Schutz von Boden und Gewässern anerkannt. Der Klimawandel verschlechtert jedoch die Aussaatbedingungen, insbesondere in trockenen Gebieten der tschechisch-sächsischen Grenzregion. Extremwetter und ungünstige Bedingungen verringern die Leistungsfähigkeit von Zwischenfrüchten, vor allem beim klassischen Saatverfahren. Drohnensaat könnte helfen, die Aussaat vorzuverlegen und so Wachstumsbedingungen und Vegetationszeit zu verbessern. Trotz des Potenzials fehlen jedoch langfristige Daten und praktische Erfahrungen zur Drohnensaat.
Das Projekt zielt darauf ab, die sichere und erfolgreiche Etablierung von Zwischenfrüchten vor den wichtigen Kulturen Raps und Mais in Deutschland und Tschechien mithilfe von Drohnensaat zu testen.
Ein Gemenge aus Rauhafer, Weißklee, Ramtillkraut und Spitzwegerich soll zu verschiedenen Zeitpunkten in die Vorfrüchte gesät werden, bevor Winterraps und Mais in Mulchsaat und Strip-Till etabliert werden. Dabei wird die Leistungsfähigkeit der neuen Verfahren im Vergleich zu traditionellen Methoden untersucht.
Ein weiteres Ziel ist, den Einfluss der Etablierungsmethoden auf die Erosion in den Hauptkulturen zu prüfen. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Instituten in Sachsen und Tschechien gestärkt werden, um besser auf die Herausforderungen des Klimawandels in der Grenzregion zu reagieren.
Grenzüberschreitende Wissenstransferveranstaltungen sollen das im Projekt gewonnene Wissen an Praktiker weitergeben.
Folgende Fragestellungen werden betrachtet:
Trotz Wind und Regen zeigten über 100 Teilnehmende großes Interesse: Bei der Transferwerkstatt in Forchheim stand der Praxiseinsatz von Agrardrohnen für Aussaat und Pflanzenbewertung im Fokus.
Referat 79 - Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau und Wissenstransfer
Stefanie Pencs
Telefon: +49 352 4263179-60
E-Mail: Stefanie.Pencs@lfulg.sachsen.de
Webseite: Öko-Kompetenzzentrum
Referat 79 - Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau und Wissenstransfer
Lukas Schmidt
Telefon: 035242 63179-62
E-Mail: oekolandbau@lfulg.sachsen.de
Webseite: Öko-Kompetenzzentrum
Die Untersuchungen werden als mehrjährige On-Farm-Versuche auf zwei Praxisbetrieben durchgeführt:
Der Versuch läuft drei Jahre vor Mais bzw. zwei Jahre vor Raps. Eingesetzt wird ein artenreiches Zwischenfruchtgemenge aus Spitzwegerich, Weißklee, Rauhafer, Ramtillkraut.
Am Standort Forchheim erfolgt die Untersuchung von zwei Faktoren mit vier Wiederholungen:
Faktor 1: Aussaatmethode der Zwischenfrucht
Faktor 2: Bodenbearbeitung vor der Hauptfrucht
Die Drohnensaat erfolgte mit einer DJI Agras T30, die Direktsaat mit einer Great-Plains-Drillmaschine. Zusätzlich wurde für Demonstrationszwecke eine Demo-Parzelle mit betriebsüblichem, absetzigem Verfahren angelegt.
Erfasst wurden u. a.:
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